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Deutschland sucht den Superstar – Für einige Wochen stehen die Kandidaten im Rampenlicht. Viele kennen sie, schnell bilden sich Fangruppen. Doch was kommt eigentlich danach? Irgendwann endet selbst die spannendste Staffel. Dann entscheidet sich, ob der Weg in eine glorreiche Zukunft oder ins Vergessen beginnt.

 

Erste Staffel

Daniel Küblböck war mit seinem dritten Platz zwar kein Gewinner. Aber ein so drolliges Kerlchen, dass er sich nach der ersten Staffel um so mehr in der Erinnerung verankerte. Gewissermaßen ein „Sieger der Herzen“. Er wußte gekonnt zu provozieren und dürfte wohl einer der jüngsten Menschen gewesen sein, die ihre Memoiren zu Papier und in den Buchhandel gebracht haben. Sein Ruhm als Sänger ist zwar noch nicht verblaßt, doch hinter der putzigen Fassade steckt vor allem ein helles, kaufmännisch geschicktes Köpfchen. Er investierte seine Gagen in Neue Energien und hat damit bereits erheblichen finanziellen Erfolg verbuchen können.

Alexander Klaws hatte es 2003 – ja, so lange ist das schon her – noch verhältnismäßig leicht. Denn er siegte in der ersten Staffel. Damals war das ganze Format noch neu und spektakulär, heute ist längst ein Abnutzungseffekt eingetreten, der dazu führt, dass man unmittelbar nach dem Ende einer Staffel bereits auf den Beginn der nächsten schaut und alles Gewesene schnell vergisst. Alexander hat mehrere Alben in englischer Sprache und auch ein deutschsprachiges Album veröffentlicht. Er hat Erfolg als Schauspieler und vor allem als Musical-Star, zur Zeit tritt er im „Tarzan“ in Hamburg auf.

Zweite Staffel

Elli Erl siegte in der zweiten Staffel. Sie versuchte ihre Karriere zunächst mit Dieter Bohlen fortzusetzen, später mit Thomas Stein, dem einstigen Jurymitglied. Inzwischen arbeitet sie wieder als Lehrerin (unter anderem für Musik). Herausragenden Erfolg als Sängerin konnte sie nicht verbuchen, wenngleich sie ihrer Fangemeinde weiterhin Titel zum Download im Web anbietet.

Dritte Staffel

2006 gewann Tobias Regner. Er singt zwar nicht mehr selbst. Aber er ist der Musik treu geblieben und moderiert bei „Radio Bob“ Woche für Woche die Hardrock-Show „BOBs Harte Saite“. Ob er daneben noch an eigenen Titeln arbeitet und selbst neue Stücke aufnimmt, ist nicht bekannt.

Vierte Staffel

Mark Medlock, der Gewinner der vierten Staffel gilt als der Prototyp eines erfolgreichen Castingshow-Karrierestarts. Hier stimmte einfach die gesamte Story: Vom Sozialhilfeempfänger bis zu den Sternen. Das hat Millionen hin- und mitgerissen. Die Verkaufserfolge seiner Tonträger können sich sehen lassen. Mehrere Titel brachten ihm Gold und Platin. Er galt stets als äußerst loyaler Bohlen-Anhänger. Für ihn hat sich das bezahlt gemacht. Die vierte Staffel gilt als eine der aufmerksamkeitsstärksten und emotionalsten bisher.

Fünfte Staffel

2008 schaffte es Thomas Godoj. Er hatte sein Leben schon vorher ganz der Musik verschrieben. So hat der Sieg seiner beruflichen Laufbahn immerhin einen gewissen Schub verleihen können. Er tritt mit eigener Band auf und spielt ausschließlich eigene Kompositionen. Und wenngleich die Verkaufserfolge sich noch in Grenzen halten, so hat sich doch inzwischen ein harter Kern aus Fans etabliert.

Sechste Staffel

Mit der großen Karriere will es für Daniel Schuhmacher bislang noch nicht recht laufen. Nach seinem Sieg in der sechsten Staffel hat er zwar mit seinen weiteren Songs noch so manchen Achtungserfolg erringen können und wurde unter anderem für den Echo nominiert, doch den Markt hat das nicht wirklich durchschlagend beeindrucken können.

Siebte Staffel

Jobmäßig Flaute, die Familie wollte versorgt sein. Irgendwas musste geschehen. Im Kreis der alten Kumpels von Mehrzad Marashi gibt es schon lange ganz begeisterte Karaoke-Anhänger. Mag sein, dass ihn das in seinem Entschluß bestärkt hat, es bei DSDS mal mit Singen zu versuchen. Das hat ihm Glück gebracht und er gewann in der siebten Staffel. Mehrzad Marashi hat es mit seinem Album „New Life“ in die Charts geschafft und arbeitete auch schon mit Mark Medlock (siehe: Vierte Staffel) zusammen. Doch als vorsichtiger Mann setzt er nicht allein auf das Singen. Er betreibt außerdem eine Tanzschule in Hamburg.

Viel Aufmerksamkeit erntete in dieser Staffel auch Menowin Fröhlich. Er belegte Platz 2. Das große Interesse galt jedoch vor allem seinem wechselvollen Leben. Zeitweise hatten ihn die Behörden aufgrund von Haft und Bewährungsauflagen aus dem Verkehr gezogen. Seiner Stimme konnte das nichts anhaben.

Achte Staffel

Pietro Lombardi, der Erstplatzierte der achten Staffel steht noch ganz am Anfang einer möglichen Karriere. Wird er es schaffen? Seiner Verkaufszahlen lasses es für Ihn hoffen. Schaun wir mal…

 

Gesamtsieger

Und dann gibt es da noch einen Gesamtsieger aller Staffeln: Na klar, Dieter Bohlen. Mit seiner frechen Schnauze hat er sich immer weiter in die Herzen der Zuschauer kommentiert. Sein Beliebtheitsgrad ist in seiner Zeit bei DSDS erheblich angestiegen. Viel mehr, als er das durch eigenen Gesang je hätte erreichen können, sagen Spötter. Die Extreme, zwischen denen dieser Mann schwankt, machen ihn so medientauglich. Er macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Mal kommt ein brutaler Verriss. Aber wenn er begeistert oder gar gerührt ist, dann zeigt er auch das ganz offen. Und so ist und bleibt er doch irgendwie der unverzichtbare „Papi vons Ganze“.

 

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass der weitere Weg maßgeblich davon abhängen kann, ob man Dieter Bohlen treu bleibt. Wer bereit ist, sich in seine Hände zu begeben, hat es leichter. Kein Wunder, hat doch der Pop-Titan ein jahrzehntelang geschultes Gespür für den Musikmarkt. Er kennt wirklich alle Tricks und kann seine Favoriten entsprechend platzieren.

 

Derweil gibt es erste Streitigkeiten um die Medienpräsenz der frisch veröffentlichten Titel. „Call My Name“, der Siegersong von Pietro Lombardi sei, so heißt es, in den öffentlich-rechtlichen Sendern kaum gespielt worden. Gibt es etwa hinter den Kulissen eine verdeckte Diskriminierung von Inhalten der Privaten? Darüber gibt es derzeit viele Vermutungen und erbitterte Auseinandersetzungen zwischen Vertretern der ARD, der Privatsender und der Presse. Nach Protesten von Fans wird nun penibel nachgezählt, wer was wo und wie oft ausgestrahlt hat.